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Myom

Das Vorliegen eines Uterus myomatosus ist häufig; Man geht davon aus, dass ca. bis zu 70 % aller Frauen im reproduktionsfähigen Alter von Myomen betroffen sind. Bei ca. 30% dieser Frauen führen die Myome auch zu Beschwerden (Symptome), die einer eingehenden Diagnostik bedürfen.

BESCHWERDEN

Die möglichen Symptome eines Uterus myomatosus sind äußerst vielseitig und ergeben sich primär aus der Lage und der Größe der jeweiligen Myome. Durch Druck auf benachbarte Strukturen und Wachstum der Knoten kann es zu Druckempfinden und Schmerzen kommen.
Wenn Myome in unmittelbarer Nähe der Gebärmutterhöhle liegen oder die Durchblutung der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) beeinflussen, so kann dies zu Blutungsstörungen und/oder zu einer Verminderung der Fruchtbarkeit führen. 

Zu den häufigeren Beschwerden bei Uterus myomatosus zählen:

  • Blutungsanomalien

  • Starke Regelblutungen

  • Unerfüllter Kinderwunsch

  • Gehäufte Aborte in der Frühschwangerschaft

  • Unterleibsschmerzen und Druckgefühl

  • Zunahme des Bauchumfanges

  • Häufiger Harndrang

DIAGNOSTIK

Im Mittelpunkt der Abklärung eines Uterus myomatosus stehen das Arztgespräch und die sorgfältige gynäkologische Untersuchung. Bildgebende Verfahren und eine Endometriumbiopsie (Pipelle) können wertvolle Zusatzinformationen liefern. 
Nach Zusammenschau der bei der Abklärung erhobenen Befunde mit den jeweiligen Symptomen und ihren Einfluss auf die Lebensqualität der betroffenen Frau kann schließlich das individuelle Vorgehen besprochen werden.

THERAPIE

Speziell die Therapieplanung ist vor dem Hintergrund der Bedürfnisse der betroffenen Frau zu betrachten. 
Es gilt: Myome benötigen nicht zwingend eine Therapie; Symptomlose Myome können abwartend kontrolliert werden. Verursachen die Myome Beschwerden so kann gemeinsam mit der Patientin die Therapieplanung erfolgen. Besondere Berücksichtigung findet die Aufklärung über die jeweiligen Vor- und Nachteile der Therapieoptionen und über das Hintergrundrisiko für das überraschende Vorliegen eines Uterussarkoms (extrem selten vorkommender, bösartiger Tumor der Gebärmutter).

WELCHE OPTIONEN GIBT ES?

  • Abwartendes Management

  • Medikamentöser Therapieversuch

  • Myomembolisation oder Hochfrequenz-Ultraschallbehandlung

  • Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung)

  • Myomenukleation (Myomausschälung)

  • Hysterketomie (Gebärmutterentfernung)

Ist eine operative Therapie erforderlich, so erfolgt diese in Abhängigkeit von den Symptomen, der Lage der Myome, dem Alter und der Kinderwunschsituation der betroffenen Frau.
Im Mittelpunkt der operativen Myombehandlung steht die Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung) und die Laparoskopie (Bauchspiegelung). 
Sind Myome sehr groß, so können notwendige Operationen (Myomenukleation/Hysterektomie) auch durch einen möglichst kleinen Bauchschnitt durchgeführt werden.
Eine operative Spezialisierung und das häufige Durchführen solcher Eingriffe ermöglicht die sichere Wahl der am besten geeigneten operativen Option und führt nachweislich zu verbesserten Ergebnissen.